Pressemitteilungen und Links

Presseinformation

Nikolausfahrten beim Verein Rhein-Schauen

Im Jahr 2000 startete der internationale Verein Rhein-Schauen, in Lustenau ansässig, mit den Nikolausfahrten. Waren es anfänglich nur 2 Fahrten wurden dieses Jahr über 1200 Personen von der Dampflok in 10 Waggons an die Rheinmündung gebracht um den Nikolaus zu treffen. Dort wartet er mit seinem Gehilfen Knecht Ruprecht um die Kinder für ihre guten Taten zu loben, für das kommende Jahr zu ermahnen und natürlich um ein „Säckle“ zu überreichen. Mutig trauen sich einige Kinder sogar vor dem Bischof aus Myra und den zahlreichen Zusehern ein einstudiertes Gedicht oder Sprüchlein aufzusagen. Bei der Rückkehr in den Werkhof warten schon die Verpflegungsstände mit Wienerle und alkoholfreiem Punsch für die Kinder. Hefeküachle, Rheintaler Riebelsuppe sowie Bähnlepunsch und Glühwein laden nach der Fahrt auch die Erwachsenen zum Verweilen ein. So geht es in den kommenden Jahren jeweils an den Nikolauswochenenden lustig weiter.



Bildlegende: Nikolaus und Knecht Ruprecht an der Rheinmündung - Besucher kehren nach der Fahrt auf den bespielten Werkhof zurück
Foto: Anna Lins, Rhein-Schauen

 

Alte Dame geht auf Reisen


Der Verein Rhein-Schauen schickt eine seiner beiden Dampflokomotiven nach Deutschland in die Kur. Bei den Fachleuten in Meiningen bekommt die St. Gallen – Widnau neue Kesselrohre.

Lustenau – Die kleine zweiachsige grüne Dampflokomotive mit dem Namen St. Gallen – Widnau ist vielen Rheintalern bekannt: sie war als Zeitzeuge des Baus des Rheindamms während langer Jahre vor dem Gemeindehaus Widnau ausgestellt. Seit Ende April 1999 hat sie vor Personenzügen des Vereins Rhein-Schauen in ihrem zweiten Leben über 5000 Kilometer hinter sich gebracht. Diese Fahrten haben an der 1910 gebauten Dame Spuren hinterlassen und so ist nun ein Wechsel der Kesselrohre unumgänglich geworden. Am Montag, 5. November, wurde die Dampflokomotive in Lustenau auf dem Gelände des Vereins Rhein-Schauen auf einen Tieflader verladen und auf die Reise ins deutsche Meiningen geschickt.

Fachleute beheben Schäden

2010 wurden das Fahrwerk und Untergestell der St. Gallen – Widnau in Landquart in der Werkstätte der Rhätischen Bahn erneuert, nun geht die Reise der kleinen grünen Dampflokomotive in ihr Herkunftsland Deutschland. «Die über 350 Einsätze in den vergangenen knapp 20 Jahren haben den Kesselrohren zugesetzt. Drei Rohre mussten bereits repariert werden, weitere würden folgen, wenn nun die aufwändige Reparatur nicht gemacht würde» sagt Hansjörg Lässig, Kassier und Co-Präsident des Vereins Rhein-Schauen. Im Frühjahr 2019 wird die Alte Dame nach Lustenau zurückkehren, damit sie rechtzeitig zum Saisonbeginn des Vereins Rhein-Schauen mit ihrer Partnerin, der Dampflok Maffei, den Dienst wieder aufnehmen kann.

Kosten der Reparatur

Die Dampflokomotive St. Gallen – Widnau ist eine der beiden erhaltenen und betriebsfähigen Lokomotiven, die ehemals im Dienst der Internationalen Rheinregulierung standen. Die Arbeiten, die nun in Meinigen ausgeführt werden, ziehen Kosten von über 160'000.- Euro nach sich. «Diese Kosten können zum grössten Teil aus den seit 1999 gebildeten Rückstellungen finanziert werden» so Lässig. Dennoch ist klar: Spenden zu Gunsten der Reparatur werden vom Verein Rhein-Schauen dankend entgegengenommen. (hjl)

Hintergrund für Kasten

Der Verein Rhein-Schauen, Museum und Rheinbähnle ist ein grenzüberschreitender und kultureller Verein im Kanton St. Gallen und dem Vorarlberg. Er ist bestrebt, auf der einmaligen und längsten, elektrisch und dampfbetrieben Strecke einer Werkbahn in Europa, auf einer Spurweite von 750 Millimetern, die wertvollen Schätze aus der Geschichte des Rheintales für die Nachwelt als lebendige Zeitzeugen zu erhalten. Der Verein Rhein-Schauen hat in der eben zu Ende gegangenen Saison fast 16'000 Besucherinnen und Besucher in seinem Museum in Lustenau und auf den Bahnstrecken zwischen Mäder, Widnau und der Rheinmündung begrüssen können.


Bildlegende: Die Dampflok St. Gallen – Widnau beim Hochheben auf den Tieflader - bereit für die Reise in die Dampflokwerkstätte nach Meiningen in Thüringen
Foto: Hansjörg Lässig, Rhein-Schauen

Rhein-Schauen erhält Österreichisches Museumsgütesiegel

Das Museum Rhein-Schauen wurde beim 29. Österreichischen Museumstag am 10. Oktober 2018 in Hall im Tirol mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet.

Im festlichen Rahmen nahmen Geschäftsführer Markus Dietrich und die Vertreterin der Museumsvermittlung Leanne Maree die Anerkennung entgegen. Der 29. Österreichische Museumstag mit dem Titel „Das Kulturerbe bewahre“ bot den Rahmen für die Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels. 13 Museen aus ganz Österreich wurde diese begehrte Auszeichnung bis 2023 zuerkannt. Aus Vorarlberg wurde nur das Museum Rhein-Schauen ausgezeichnet.

Von einem Fachgremium, welches sich aus Expertinnen und Experten des Österreichischen Nationalkomitees des International Council of Museums (ICOM) und dem Museumsbund Österreich zusammensetzt, wurde ein Bewertungsverfahren für Museen in Österreich erarbeitet. Das Ziel dieses Bewertungsverfahrens ist eine Anpassung sowie allgemeine Hebung des Niveaus im österreichischen Museumswesen. ICOM ist mit mehr als 2‘000 Mitgliedern die größte heimische Organisation der Museen und Museumsfachleute.

Der Kriterienkatalog baut auf dem von ICOM erarbeiteten „Code of Ethics – Ethische Richtlinien für Museen auf und wurde den österreichischen Gegebenheiten im Museumswesen angepasst. Besonderer Wert wird auf Langfristigkeit und die stabile Struktur eines Museums gelegt. In ganz Österreich tragen aktuell 185 Museen das Österreichische Museumsgütesiegel. Das nach internationalen Standards definierte Museumsgütesiegel ist Anerkennung für die bisher geleistete Museumsarbeit und klarer Auftrag für die Zukunft eines Museums.



Bildlegende: GF Markus Dietrich und Leanne Maree, beide Rhein-Schauen, übernehmen das Gütesiegel
Foto: ICOM

Rhein-Schauen, das Freizeiterlebnis am Alpenrhein, startet in die neue Saison

Am 29. April ist es soweit! Die letzten Vorbereitungen im Museums- und Bahnbetrieb sind am Laufen und das Rhein-Schauen Team ist bereit für die Saison 2018.

Durch die tatkräftige Unterstützung unserer Vereinsmitglieder bei der Museums- und Wagenreinigung wurde der Werkhof auf Vordermann gebracht und die Ausstellungshallen glänzen wieder. Die Themenausstellungen „ALPENRHEIN.GESCHICHTE“, „ALPENRHEIN.LAND“ und „BAU.KRAFT“ sowie die diversen Fahrten mit dem Rheinbähnle freuen sich wieder auf zahlreiche interessierte Besucher.

 Rhein-Schauen startet am Sonntag mit der Dampflok „Maffei“ mit Volldampf in die neue Saison. Der Saisonbeginn wird gefeiert. Zu Mittag lädt Rhein-Schauen in den Werkhof in Lustenau ein. Es gibt eine Angebotskarte mit Gegrilltem und Getränken – natürlich auch mit „Kinder-Specials“.

 An diesem Tag stehen die drei Hallen für die Besucher offen. Es gibt kostenlose Rundgänge mit Geschichten zur Rheinregulierung, dem Naturraum und der Zukunft am Alpenrhein. Lebendig vermittelt und dann mit dem Rheinbähnle zum Teil noch erlebbar, so präsentiert sich das Eröffnungsprogramm. Für die Jüngsten steht ein großer Sandkasten zum Spielen bereit.  

 In der Saison 2018 ist das Museum für die Besucher von Donnerstag bis Sonntag jeweils ab 13.00 Uhr geöffnet und das Rheinbähnle fährt pünktlich um 15.00 Uhr. Entweder ins Naturschutzgebiet der „Neuen Rheinmündung“ oder rheinaufwärts Richtung Wiesenrain, über die historische Brücke nach Widnau in die Schweiz. Bei Schön- aber auch bei schlechterem Wetter ist ein Besuch im Museum Rhein-Schauen und eine Rheinbähnlefahrt immer ein erlebnisreicher Ausflug.

Neu im Programm 2018

In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt veranstalten wir ab Rorschach die „Zwei-Rheinmündungen-Fahrt“ und ab Lustenau „Der Rhein früher und heute“. Eine Fahrt den Alten Rhein hoch bis Rheineck und zurück. Neu im Fahrplan ist auch eine Nostalgiefahrt mit der Dampflok unter dem Motto „Wie zu Großmutters Zeiten“. „Genuss auf Schienen – 2 Länder–4 Stationen“, ebenfalls ein neues Angebot verbindet die Bahn mit Kulinarischem.

Die Inklusionsfahrt hat sich letztes Jahr als wahrer Publikumsmagnet herausgestellt. Diese Fahrt wird speziell für Menschen mit besonderen Bedürfnissen organisiert. Wir nehmen uns besonders Zeit, helfen beim Ein- und Aussteigen und kümmern uns speziell um das Wohl während der Fahrt und an der Rheinmündung.